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Einblicke in unser Vereinsleben
  • vor 16 Stunden

In dem bis auf den letzten Platz gefüllten Alten Speicher in Ebersberg  stellt der Hegeringleiter "Atteltal", Peter Schöpperle, die Jagdstrecke des vergangenen Jagdjahres vor. Die Rehwildstrecke blieb mit ca. 2500 Stück konstant; leider auch die Zahl verunfallter Rehe mit ca. 450 Stück. Schwarzwild wurde deutlich mehr erlegt, ein Beweis für die Anstrengungen der Jägern zur Regulierung der Bestände. Die Fuchsstrecke ging etwas zurück, was wohl auf die Räude zurückzuführen ist. Der 1. Vorsitzende, Dr. Karem Gomaa, dazu: "Die Zahlen belegen den Beitrag von uns Jägern zum Erhalt der Kulturlandschaft, dem Artenschutz und für den notwendigen Waldumbau."

Zu den Neuregelungen im Jagdgesetz zur Abschußplanung merkte Gomaa an: "Ebersberg ist nur einer von 9 Landkreisen in Bayern, die komplett als "Grün" (Verbißbelastung tragbar) eingestuft sind. Warum sollen wir deshalb die Abschußplanung verlassen, die sich offensichtlich bei uns bewährt hat und von der Jägerschaft umgesetzt worden ist?"

Otto Bernhard wurde für seine 32-jährige Tätigkeit als Hornmeister mit einer Ehrenscheibe, gestiftet von den Bläsern, ausgezeichnet. "Otto, Du stehst nicht nur für Quantität, sondern auch Qualität. Das zeigen die über 1000 Bläserveranstaltungen unter Deiner Leitung und die 12 Goldmedaillen bei den vergangenen Landesbläserwettbewerben, die die Ebersberger Jagdhornbläser errungen haben", stellte Gomaa fest. Hans Seidl wurde für sein langjähriges Engagement mit dem Bläserehrenzeichen in Bronze geehrt.

Der Stellv. Landrat Walter Brilmayer bedankte sich bei den Jägern und der Kreisgruppe für die gute Zusammenarbeit mit dem Landratsamt.

Joachim Keßler, der neue Leiter des Forstbetriebes Wasserburg, stellte sich den Jägern vor und betonte den essentiellen Beitrag der örtlichen Jägerschaft für ein erfolgreiches Jagdmanagement im Ebersberger Forst.

In seinem Gastvortrag wünschte sich Martin Weber, Chefredakteur "PIRSCH", dass die Jäger trotz aller moderner Technik den Einsatz ihrer Sinne nicht vergessen sollten, um das Erlebnis Jagd authentisch genießen zu können. Er mahnte auch die Jäger an, sich der Jungjäger anzunehmen: "Der Jagdkurs vermittelt viel Theorie. die Jagdpraxis muss aber durch die "Altjäger" an den Nachwuchs weitergegeben werden."



v.l.n.r: Hans Seidl (Bläserehrenzeichen in Bronze), Dr. Karem Gomaa (1. Vorsitzender der Kreisgruppe), Otto Bernhard (ehemaliger Hornmeister mit Ehrenscheibe)
v.l.n.r: Hans Seidl (Bläserehrenzeichen in Bronze), Dr. Karem Gomaa (1. Vorsitzender der Kreisgruppe), Otto Bernhard (ehemaliger Hornmeister mit Ehrenscheibe)

Peter Schöpperle, Hegeringleiter "Atteltal" bei der Bekanntgabe der Strecke mit den Ebersberger Jagdhornbläsern



Dr. Marina Hudler, Dozentin für Jagdlehre & Wildtiermanagement an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, hat mit ihrem Vortrag zur Rehwildbejagung für eine volle Ebersberger Alm gesorgt.


v.l.n.r.: Phillip Stacheter (Kreisgruppe Ebersberg), Dr. Martina Hudler (Hochschule Weihenstephan-Triesdorf), Dr. Karem Gomaa (Kreisgruppe Ebersberg)
v.l.n.r.: Phillip Stacheter (Kreisgruppe Ebersberg), Dr. Martina Hudler (Hochschule Weihenstephan-Triesdorf), Dr. Karem Gomaa (Kreisgruppe Ebersberg)

Den Ebersberger Jägern hat sie aktuelle Daten zum Verhalten des Rehwildes vorgestellt. Klimawandel wie auch die moderne Land- und Forstwirtschaft führen seit einigen Jahren zu geänderten Lebensraumbedingungen für unser Rehwild. Das erfordert auch eine Anpassung der Jagdstrategie.

Dr. Hudler legte dar, wie wichtig beim Abschuss die Beachtung des Geschlechterverhältnisses ist und dass es wegen der früher einsetzenden Vegetation Sinn macht, die Rehwildjagd bereits Mitte April zu beginnen. Entscheidend sind bei der Jagdausübung auch die Beachtung der jahres- und tageszeitlichen Aktivitätsphasen des Rehwildes. Wenn der Jäger diese berücksichtigt, führt das zu mehr Jagderfolg, bei weniger Jagddruck, also zu mehr Effizienz mit reduzierter Störung des Wildes.

Etliche Fragen der Jägerschaft konnten in einer interessanten Diskussion anschließend geklärt werden.


Seit Anfang April haben sich 13 Jagdhundeführer mit ihren Jagdhunden in einem intensiven Ausbildungskurs vorbereitet um die sogenannte “Qualifizierte Brauchbarkeit” ihres Jagdhelfers zu erlangen. In verschiedenen Fächern, wie dem allgemeinen Gehorsam, der Schweißarbeit, der Standruhe, der Leinenführigkeit, der Schussfestigkeit im Wald/ Feld und Hereinkommen auf Ruf oder Pfiff, einer Federwild- und Kaninchenschleppe oder bei der Wasserarbeit mit der lebenden Ente müssen Jagdhundeführer und Jagdhund im Gespann bei guter Zusammenarbeit zeigen, dass sie für den jagdlichen Betrieb geeignet sind.



Die vier diesjährigen Brauchbarkeitsprüfungen der Kreisgruppe Ebersberg fanden am 06.09.2025, 21.09.2025, 05.10.2025 und am 02.11.2025 in Aßling und Umgebung statt. An den Prüfungen nahmen auch externe Hundeführer teil. Insgesamt konnten 19 Hundeführer mit ihren Jagdhunden die Qualifizierte Brauchbarkeit in unterschiedlichsten Modulen bestehen. Wir wünschen den erfolgreichen Hundeführern viel Freude mit Ihren Hunden.



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