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In dem bis auf den letzten Platz gefüllten Alten Speicher in Ebersberg stellt der Hegeringleiter "Atteltal", Peter Schöpperle, die Jagdstrecke des vergangenen Jagdjahres vor. Die Rehwildstrecke blieb mit ca. 2500 Stück konstant; leider auch die Zahl verunfallter Rehe mit ca. 450 Stück. Schwarzwild wurde deutlich mehr erlegt, ein Beweis für die Anstrengungen der Jägern zur Regulierung der Bestände. Die Fuchsstrecke ging etwas zurück, was wohl auf die Räude zurückzuführen ist. Der 1. Vorsitzende, Dr. Karem Gomaa, dazu: "Die Zahlen belegen den Beitrag von uns Jägern zum Erhalt der Kulturlandschaft, dem Artenschutz und für den notwendigen Waldumbau."
Zu den Neuregelungen im Jagdgesetz zur Abschußplanung merkte Gomaa an: "Ebersberg ist nur einer von 9 Landkreisen in Bayern, die komplett als "Grün" (Verbißbelastung tragbar) eingestuft sind. Warum sollen wir deshalb die Abschußplanung verlassen, die sich offensichtlich bei uns bewährt hat und von der Jägerschaft umgesetzt worden ist?"
Otto Bernhard wurde für seine 32-jährige Tätigkeit als Hornmeister mit einer Ehrenscheibe, gestiftet von den Bläsern, ausgezeichnet. "Otto, Du stehst nicht nur für Quantität, sondern auch Qualität. Das zeigen die über 1000 Bläserveranstaltungen unter Deiner Leitung und die 12 Goldmedaillen bei den vergangenen Landesbläserwettbewerben, die die Ebersberger Jagdhornbläser errungen haben", stellte Gomaa fest. Hans Seidl wurde für sein langjähriges Engagement mit dem Bläserehrenzeichen in Bronze geehrt.
Der Stellv. Landrat Walter Brilmayer bedankte sich bei den Jägern und der Kreisgruppe für die gute Zusammenarbeit mit dem Landratsamt.
Joachim Keßler, der neue Leiter des Forstbetriebes Wasserburg, stellte sich den Jägern vor und betonte den essentiellen Beitrag der örtlichen Jägerschaft für ein erfolgreiches Jagdmanagement im Ebersberger Forst.
In seinem Gastvortrag wünschte sich Martin Weber, Chefredakteur "PIRSCH", dass die Jäger trotz aller moderner Technik den Einsatz ihrer Sinne nicht vergessen sollten, um das Erlebnis Jagd authentisch genießen zu können. Er mahnte auch die Jäger an, sich der Jungjäger anzunehmen: "Der Jagdkurs vermittelt viel Theorie. die Jagdpraxis muss aber durch die "Altjäger" an den Nachwuchs weitergegeben werden."


Peter Schöpperle, Hegeringleiter "Atteltal" bei der Bekanntgabe der Strecke mit den Ebersberger Jagdhornbläsern




